IN DEN VERGANGENEN 6000 JAHREN IST MALTA FÜR UNZÄHLIGE VÖLKER EIN ORT DER “BEGEGNUNG” GEWORDEN.

 

Angefangen bei den Arabern und den Rittern des Orden des Heiligen Johannes bis hin zu Franzosen und Briten – sie alle haben großen Einfluss gehabt auf die Entstehung eines reichen historischen Erbes und einer maltesischen Kultur, die einzigartig ist in der Welt.

 

Maltas strategische Lage am „Verkehrsknotenpunkt“ des Mittelmeers war für die weitere Entwicklung der Insel von enormer Bedeutung. Im Laufe der Jahrhunderte haben die großen Mittelmeermächte gekämpft, um über die Inseln zu herrschen – und jede Streitkraft hat den Inseln ein Vermächtnis hinterlassen. Das heutige Malta ist eine komplexe Mischung verschiedenster ethnischer Einflüsse. Die Araber hinterließen Zitronenbäume und Flachdächer – und sie legten den Grundstein für das heutige Maltesisch. Die Aragonesen aus Zentralspanien setzten Zeichen in der mittelalterlichen Architektur der historischen Stadtzentren. Auch die geschlossenen Holzbalkone, die so typisch sind für das herrschaftliche Stadthaus, stammen aus dieser Zeit.

 

Unter der Herrschaft der Ritter des Ordens des Heiligen Johannes erlebte Malta eine Zeit kultureller Blüte. Die in dieser Epoche errichteten Gebäude berührten nahezu jeden Ausdruck menschlicher Aktivität, von der Wasserversorgung bis hin zur Errichtung starker Festungsanlagen. Zu der Zeit, als die Briten nach Malta kamen, stand das Land im kulturellen Europa mit an vorderster Position.

 

Maltas lange christliche Tradition hat ihre Wurzeln im Jahre 60 n.Chr., als St. Paul Schiffbruch erlitt und nach Malta kam. Trotz verschiedenster kultureller Einflüsse, unter anderem aus dem Islam, war der Katholizismus auf Malta stets eine dominante treibende Kraft, die das soziale, politische und sogar wirtschaftliche Leben Maltas stark beeinflusste. Etwa 87% der maltesischen Bevölkerung gehen regelmäßig in die Kirche – mehr als in jedem anderen europäischen Land. Das Dorffest zur Feier des Schutzpatrons spielt eine wesentliche Rolle wenn es gilt, den dörflichen Gemeinschaftsgeist zu festigen. Aber auch die große Rivalität zwischen verschiedenen Pfarrgemeinden sei an dieser Stelle erwähnt – hier geht es beispielsweise um die spektakulärsten Paraden oder das beste Feuerwerk.

 

Wenn man sich die Geschichte Maltas mit ihren fremden Herrschern und Passanten vor Augen hält, ist es nicht weiter erstaunlich, dass Malteser über einen ausgeprägten Sinn für Gastfreundschaft verfügen – zum Wohle des Besuchers. Wo immer Sie sich auch gerade auf Malta aufhalten mögen, etwas „Kultur“ ist ganz bestimmt in der Nähe und wartet darauf, von Ihnen entdeckt und erlebt zu werden.